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Sanierung abgeschlossen

Hamburg, 06.07.2010.
Am 19. Februar 2010 begann im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg eine mehrmonatige Sanierung des Gebäudes 18. In diesem Bauwerk sind die Operationssäle mit den dazugehörigen Einrichtungen untergebracht.

Während der Modernisierungsarbeiten musste der Operationsbetrieb auf jeden Fall sichergestellt werden, da das Bundeswehrkrankenhaus eine feste Größe im Krankenhausbettenplan der Stadt Hamburg und somit der Gesundheitsversorgung ist. Die erzwungene Schließung des OP-Bereiches wurde gleichzeitig genutzt, um die Patientenschleuse und weitere Einrichtungen zu modernisieren.

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Planung

Unter der Leitung des Sanitätskommandos I in Kiel wurden das Lazarettregiment 11 aus Seeth und das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg praktisch zusammengekoppelt. Aus Seeth wurden Operationscontainer, die auch in den Auslandseinsätzen verwendet werden, geliefert. Es war vorgesehen, zwei Operationscontainer mit entsprechender Peripherie wie Vorbereitungs-, Zugangs- und Verbindungscontainer, Geräteversorgungscontainer mit Sauerstoff, Frisch- und Abwasser, sowie Energieversorgungscontainer und Lagerräume an den Südflügel des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg anzuschließen.

Hierzu waren in der Vorbereitungsphase unter anderem statische Baufragen zu klären. Als Beispiele seien hier genannt, die Auswahl der Aufstellflächen der Container sowie die Standfläche des Mobilkrans. Es ergaben sich viele zu lösende Detailfragen: Wie erfolgt die Versorgung mit Strom und Wasser, durch welche Tür im Gebäude kommen die Patienten in die Vorbereitungscontainer, wann und wie werden Telefon- und Netzwerkanschlüsse gelegt und wann kommt der Hygieniker zur Abnahme?

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Die Container werden am Bundeswehrkrankenhaus angebracht
Platzieren der Container (Quelle: Bundeswehrkrankenhaus Hamburg / Busche)Größere Abbildung anzeigen

Aufbau bei Eis und Schnee

Am 28. Januar 2010 begann bei Eis und Schnee in Seeth die Verladung der insgesamt 18 Container. Zunächst wurde das jeweilige Medizingerät eingeladen und verzurrt. Zügig wurden die Container auf bereitstehende Lkw, mit einem bundeswehreigenen 100-Tonnen Kran, verladen.

Der Aufbauplatz der Operationscontainer am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg musste nach starken Schneefällen montags zunächst von den Schneemassen geräumt werden. Erst dann konnten die Sechseckplatten, besser bekannt als Panzerplatten, verlegt werden, um eine sichere Standfläche für die bis zu zwölf Tonnen schweren, mobilen Operationscontainer zu schaffen.

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Genauigkeit

Der Aufbauleiter aus Seeth kontrollierte die Positionierung und den sicheren Stand der Container. Entscheidend waren hierbei die Abstände zwischen den einzelnen Containern. Diese müssen exakt eingehalten werden. Nur wenige Zentimeter Toleranz bleiben für den Einbau der Verbindungsschleusen zwischen den einzelnen Containern.

Die Anbindung des mobilen OP-Zentrums an den Südflügel des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg war nach fünf Tagen gewährleistet. Nach einer gründlichen Reinigung und dem Abschluss aller Hygienemaßnahmen sowie der Einrichtung mit sterilem Gerät wurde der erste Patient am 16. Februar 2010 im OP-Container behandelt.

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Übersicht der Operationsconatiner
Die Einrichtung ist einsatzbereit (Quelle: Bundeswehrkrankenhaus Hamburg / Busche)Größere Abbildung anzeigen

Drei Wochen Container

Zu Beginn der Modernisierungsphase der OP-Bereiche in Haus 18 musste das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg für drei Wochen sämtliche Operationen in die Container auslagern. In dieser Phase wurde in beiden OP-Containern im Schichtdienst bis weit in die Nacht und teilweise bis in den frühen Morgen operiert.

War seit Mitte Februar das Bundeswehrkrankenhaus für die Nutzung der OP-Container in Hamburg verantwortlich, stellte ein kleiner Trupp von Soldatinnen und Soldaten des Lazarettregimentes 11 aus Seeth einen reibungslosen Betrieb der OP-Module während der Nutzungsphase sicher. Sie gewährleisteten die äußeren Rahmenbedingungen für die verantwortungsvolle Arbeit in den Containern. Mit Fortschritt der Sanierungsarbeiten konnten im Gebäude 18 wieder einige der Operationssäle genutzt werden, sodass in dieser Phase sowohl in einzelnen Sälen des Zentral-OPs als auch in den Containern operiert wurde.

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Guter Schnitt

Ab 10. Mai konnte der renovierte Zental-OP im Gebäude 18 wieder uneingeschränkt genutzt werden. Nur durch die Nutzung der OP-Container, in denen insgesamt 484 Operationen durchgeführt wurden, war es möglich, den Operationsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Trotz der deutlich eingeschränkten Operationskapazität gelang es durch das sehr große zeitliche Engagement aller Beteiligten vom Lazarettregiment 11 und aus dem Bundeswehrkrankenhaus, die Operationszahlen auf etwa 85% der Zahlen des Vergleichszeitraumes aus 2009 zu halten.

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Stand vom: 09.07.2010 | Autor:

http://www.bundeswehrkrankenhaus-hamburg.de/portal/a/hamburg/ueberuns/nachricht%3Fyw_contentURL=%2F01DB081000000001%2FW2876H7Z922INFODE%2Fcontent.jsp.html